Energie vom Dach: Mieterstromprojekt Braunsbedra
In der Bahnhofstraße in Braunsbedra wird die Energiewende sichtbar: Gemeinsam setzen die Geiseltaler Wohnungsgesellschaft und die Stadtwerke Merseburg hier das erste Mieterstromprojekt um. Ziel ist es, den Bewohnern eine moderne, nachhaltige und zugleich bezahlbare Energieversorgung zu ermöglichen.
Die Idee vom Mieterstrom ist denkbar einfach. Es handelt sich um Strom, der dort erzeugt wird, wo er verbraucht wird – in diesem Fall auf dem Dach des Wohngebäudes in der Bahnhofstraße 17 bis 20. Eine Photovoltaikanlage produziert umweltfreundlichen Solarstrom, der direkt an die Haushalte im Gebäude geliefert wird. Der große Vorteil: Der Strom muss nicht erst durch das öffentliche Netz transportiert werden. Dadurch entfallen Netzentgelte und Umlagen, was sich positiv auf den Preis auswirkt. Günstigere Strompreise im Vergleich zu anderen Anbietern und eine gewisse Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen sind die Folgen.
Energiewende im Mehrfamilienhaus: Vorteile von Mieterstrom
Weitere Vorteile bestehen in der jederzeit gesicherten Stromversorgung, auch dann, wenn die Sonne nicht scheint und automatisch der Reststrom aus dem Netz fließt, sowie darin, dass in den Mietwohnungen keine aufwendige technische Umrüstung oder Installation nötig ist. Mieter und Bewohner von Mehrfamilienhäusern werden ganz ohne zusätzlichen Aufwand – allein durch einen speziellen Stromvertrag – zu aktiven Beteiligten und leisten ihren Beitrag zum Klimaschutz.
Mieterstrom leicht gemacht
Der Wechsel zum Mieterstrom „MER.Strom Solar“ ist unkompliziert und nahtlos möglich. Voraussetzung dafür ist der Abschluss des Mieterstromvertrages. Die Kündigung beim alten Anbieter übernehmen auf Wunsch die Stadtwerke Merseburg – neben Installation, Betrieb und Wartung der Anlage.
Bei Auszug endet der Vertrag automatisch – der freiwillige Tarif gilt ausschließlich für das vertraglich vereinbarte Mieterstromprojekt-Haus und auch nur für den privaten Wohnungsstrom. Die Nebenkosten (z. B. Allgemeinstrom) bleiben davon unberührt. Einmal jährlich werden die Preise überprüft und entsprechend den rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst. Der gesetzliche Preisdeckel, der dafür sorgt, dass Mieterstrom immer mindestens 10 % günstiger als der Strompreis im lokalen Grundversorgungstarif ist, bietet zusätzlich Sicherheit.
Das Projekt in der Bahnhofstraße in Braunsbedra verdeutlicht, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann: Durch zukunftsweisende Lösungen wie Mieterstrommodelle lassen sich ökologische Zielsetzungen und ökonomische Interessen auch in Mehrfamilienhäusern erfolgreich miteinander vereinen.
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