Das Internet der Dinge: Digitale Revolution im Energiesektor

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Um die Ziele der Energiewende zu erreichen, kommt dem Internet der Dinge (engl. Internet of Things, kurz IoT) im deutschen Energiesektor eine zentrale Bedeutung zu. Martin Runge und Lucas Eib geben Einblick.

Das Internet der Dinge bezeichnet die Technologie, die es ermöglicht, über Sensorik Gegenstände und Objekte mit dem Internet zu vernetzen und Daten auszutauschen, um unseren Alltag einfacher, bequemer und effizienter zu machen. Sie kennen das vielleicht von Smarthome-Lösungen, Smartphones, Fitnesstrackern, Smart Toys, digitalen Assistenten wie Alexa und Smart-TVs? Die Lösungen für „smarte“ Geräte kennen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Einsatz kaum Grenzen.

>> Mit Smarthome-Komponenten wie Fensterkontakten,
Netzwerkkameras und Bewegungsmeldern können
vor allem Sicherheitsfunktionen realisiert werden.
Auch die Beleuchtung und das Heizsystem Ihres
Zuhauses können Sie bequem mit Smarthome-Technik
fernsteuern und dabei bewusst Energie sparen.

 

Kommunen und Versorgungsunternehmen ermöglichen solche Technologien sogar, das Ressourcenmanagement zu verbessern und zukünftige Smart-City Ziele zu unterstützen. Dabei geht es vor allem um die Digitalisierung der Messprozesse und die Steigerung der Effizienz des Versorgungsmanagements. In Verbindung mit geeigneten Kommunikationstechnologien wie LoRaWan (kurz für Long Range Wide Area Network) wird das möglich.

Weichen stellen für eine nachhaltige Energieversorgung

Lucas Eib, der das Thema im Rahmen seiner Werkstudententätigkeit bei den Stadtwerken Merseburg begleitet und insbesondere damit betraut ist, Sensoren in die IoT-Plattform einzupflegen, die korrekte Funktion der Geräte sicherzustellen sowie Daten zu visualisieren und für ihre korrekte Übertragung zwischen den Systemen zu sorgen, erklärt:

„Indem wir die Vorteile des Internets der Dinge
nutzen und auf Technologien wie LoRaWAN setzen,
können wir im Energiebereich die Weichen für
eine nachhaltigere Zukunft der Energieversorgung stellen.“

 

Was erst einmal sehr technisch klingt, hat zum Ziel, auf besondere Um stände, Störungen oder Überlastungen frühzeitig und besser reagieren zu können. Langfristig dienen diese Aufgaben der Etablierung eines umfassenden Energiemanagementsystems, das hilft, Einsparpotenziale aufzudecken und zu heben, Energieverteilungen zu optimieren, Effizienzsteigerungen mittels Auto matisierung und Fernüberwachung zu erreichen und den Ausbau des Kundenservices durch Interaktion und Planung weiter voranzutreiben

Zwei Männer, Martin Runge und Lucas Eib, sitzen an einem Tisch mit zwei Laptops und unterhalten sich.
Martin Runge (l.) und Lucas Eib (r.) im Gespräch


Wohin uns die IoT-Technik führt

Kunden können so selbst Daten sehen und verstehen, wie digitale Infrastruktur nutzbar gemacht wird – das macht die Technik extrem spannend. Wohin genau das Internet der Dinge uns führt, wird die Zukunft zeigen. Fest steht: Wir sind noch am Anfang dieser vielschichtigen digitalen Revolution, die weitere Innovationen und Entwicklungen mit sich bringen wird. Martin Runge, der Portfoliomanager der Stadtwerke Merseburg resümiert:

„Wir wollen mit unserem LoRaWAN-Netz
einen Beitrag leisten und gleichzeitig
die Vorschriften des IT-Sicherheitsgesetzes (IT-SiG)
und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
einhalten.“

 

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