Tag der Erneuerbaren Energien am 25. April 2026
Der bundesweite Tag der Erneuerbaren Energien dient jedes Jahr dazu, die Energiewende durch Aktionen erlebbar zu machen, Akzeptanz zu fördern und zum aktiven Umweltschutz beizutragen. Er zeigt die Vielfalt nachhaltiger Energiegewinnung in Deutschland und vor Ort.
Seit wann gibt es den Tag der Erneuerbaren Energien?
Der Aktionstag wurde im Jahr 1996 ins Leben gerufen und findet traditionell am letzten Samstag im April statt. Er entstand im Kontext der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und sollte ein Zeichen für eine sichere, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung setzen.
Seitdem hat sich der Tag zu einem bundesweiten Informations- und Aktionstag entwickelt, an dem Betreiber von Anlagen, Kommunen und Bildungseinrichtungen ihre Projekte der Öffentlichkeit vorstellen.
Wofür steht der Aktionstag heute?
Heute steht der Tag der Erneuerbaren Energien vor allem für:
- Transparenz in der Energieversorgung
- Information über erneuerbare Technologien
- Vorstellung der Anlagen von Unternehmen für Bürger
- Sichtbarkeit der Energiewende im Alltag – kleine Dinge mit großer Wirkung
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie kann Energie klimafreundlich erzeugt und genutzt werden, direkt vor unserer Haustür?
Infotag “Nachhaltiges Wirtschaften braucht technische Lösungen”
Obwohl es in Merseburg nicht immer große zentrale Projekte zum Aktionstag gibt, ist das Thema “Erneuerbare Energien” auch in der Region präsent.
Ein wichtiger Akteur ist die Hochschule Merseburg, die sich in Forschung und Lehre mit nachhaltigen Technologien, Energieeffizienz und Zukunftsfragen beschäftigt, so auch am Infotag des Fachbereichs Ingenieur- und Naturwissenschaften (25. April 2026, 10:00 bis 15:00 Uhr). Ob Energieversorgung, Digitalisierung, Automatisierung, Einsatz besserer Werkstoffe oder Gewinnung von Rohstoffen, High-Tech-Produktentwicklung, Fertigung oder Industriekommunikation – Lehrende und Studierende stellen die vielfältigen Studiengänge, die sich mit Inhalten rund um Nachhaltigkeit und Energiewende befassen, vor.
Klimafreundliche Fernwärme für Merseburg
Die Stadtwerke Merseburg spielen als lokales Versorgungsunternehmen eine zentrale Rolle bei der Energiewende vor Ort – insbesondere in den Bereichen Wärmeversorgung und Netzausbau.
Ein wichtiger Baustein ist der kontinuierliche Ausbau des Fernwärmenetzes und die zugehörige fortlaufende Dekarbonisierung für die Stadt Merseburg. Dank der Einbindung von Abwärme aus der thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungs-Anlage (TREA) Leuna wird die Fernwärmeversorgung deutlich nachhaltiger. Die Nutzung der Abwärme aus der TREA Leuna deckt inzwischen mehr als 50 % des Bedarfs der Fernwärmerzeugung. Im Jahr 2024 erreichte das Fernwärmenetz der Stadtwerke Merseburg einen erneuerbaren Wärmeanteil von 57 % und übertrifft damit bereits heute die Anforderungen des Wärmeplanungsgesetzes für 2030. Parallel treiben die Stadtwerke Merseburg die Transformation des Wärmenetzes weiter voran.
Das zeigt, dass nachhaltige Energiegewinnung immer mehr an Bedeutung und Akzeptanz gewinnt: Sie ist entscheidend für den Klimaschutz, reduziert CO2-Emissionen und basiert auf unerschöpflichen natürlichen Prozessen – und davon profitieren wir alle.
– von Josef Amon Hochstein / Praktikant Stadtwerke Merseburg GmbH –


